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Zuletzt aktualisiert am: 21.02.2017




Umrahmt von den Höhenzügen des Knoten (605 m) und des Kahlenbergs (405 m), am Oberlauf des Kallenbachs liegt Nenderoth, die südlichste Wohngemeinde des alten Dillkreises. Der Name, ursprünglich "Nantherisrode" (Rodung eines Nandhari), wurde im Jahr 993 zum ersten mal urkundlich erwähnt.

Bis zum Ende des Jahres 1976 war Nenderoth eine selbstständige Gemeinde. Seit 1977 gehört es zur Großgemeinde Greifenstein.

Obwohl topologisch noch dem Westerwald zugeordnet, bestimmt die Südhanglage mit ihrer Öffnung zum Lahntal weitgehend das Klima. Sie begünstigt eine reichhaltige Vegetation. Wegen dieses besonderen Klimas nennt man Nenderoth auch

"Nizza des Westerwaldes".


Früher sagte man, daß es in Nenderoth immer einen "Rock wärmer sei" als in den Nachbardörfern Arborn und Odersberg.

In der Ortsmitte befindet sich die alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die als Wehrkirche errichtet wurde. Nenderoth wurde der Mittelpunkt der "Calenberger Cent" und erhielt 1310 von den Herren von Merenberg eine eigene Gerichtsbarkeit. Gerichtsstätte war die Halle, die an der Kirche angebaut war.

Durch Kriegsauswirkungen und politische Veränderungen verlor Nenderoth nach und nach an Bedeutung. Die einzige Möglichkeit den Lebensunterhalt zu bestreiten fanden die Bewohner in der Landwirtschaft. Doch auch hier ist ein Wandel eingetreten. Heute ist der Ort im wesentlichen eine reine "Wohngemeinde" geworden.


In den 70er Jahren entwickelte sich als kurzfristiger Wirtschaftszweig der Fremdenverkehr. In dieser Zeit nahm Nenderoth wiederholt an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teil und wurde mehrfach auf Landes- und Bundesebene ausgezeichnet. Die Gemarkung umfaßt eine Fläche von 605 ha und wird von zwei Gewässern, dem Kallenbach und dem Leyenbach, durchflossen. Etwa die Hälfte ist mit Wald bedeckt. Der Rest teilt sich auf in landwirtschaftliche Nutzflächen (250 ha), Hof- und Gebäudeflächen, Straßen und Wege. Bis in die späten 80er Jahre hatte der Ort etwa 420-430 Einwohner. Durch Zuzug von Um- und Aussiedlern, bzw. Asylbewerbern ist die Einwohnerzahl auf ca. 550 Personen gestiegen. Als besondere Sehenswürdigkeiten findet man in der unmittelbarer Nähe den reizvollen Wasserfall des Leyenbachs, sowie am linken Ufer des Kallenbachs den Sauerborn.



Von dort aus in Richtung Johannisburg kommt man zur 1000 jährigen Eiche.



Eiche Eiche

Die 1000-jährige Eiche am 23.12.2001

Der 1000-jährige "Geburtstag" von Nenderoth wurde in der Zeit vom 15. bis 19. Juli 1993 gefeiert.